Woanders

Wenn hier nichts passiert, ich bin woanders.

Oder unterwegs. Nachts in Wien, nicht in Berlin, auch nicht im Bus ganz hinten. In einem kalten Keller in der Perinetgasse, Alt68er reden über ihr Leben in der Kommune, ihr Künstlerdasein, Kommerz, andere faschistoide Künstler, über die positive Neubesetzung des Kommunismus, darüber dass sie auch Künstler sind – den Warnhinweis „Impulsreferat“ hab ich zu spät gelesen. Das war sehr lahm, danke für den Schnaps, sonst wäre ich noch früher geflüchtet. Danach Rüdigerhof, Käsetoast und Bier. Taxi fahren ist so billig wie mobiles Netz. Weißweinschorle, vulgo: Spritzer, ebenfalls. Solang man Spritzer und nicht Schorle sagt. Sonst wirds teurer. Tage später im Schauspielhaus, oder in der Schadekgasse. Zwischendurch Besuche in der Akademie,sehr skuril dort, immerhin es gibt einen Automat mit Dosenbier. Österreich hat ein Herz für Dosenbier. Ich auch.

Advertisements

Wien I

Ich bin jetzt seit zwei Wochen in Wien. Da ich in der neuen Wohnung noch kein Internet habe, sitze ich momentan in einem Café, dem Café Kafka. Hier gibt es Internet, 1/8l Wein für 2€, geraucht wird massivst, um mich herum künstlerisches Klientel, viele sind allein hier, lesen und rauchen, trinken und rauchen, zeichnen und rauchen. Weiterlesen „Wien I“

Zwischendurch #25: Blutwurst

Dreimal Blutwurst Fidibus. Arabisch anmutende Schriftzeichen im Intro, unglaublicher Flow, kryptischer Text,  ??? am Ende. Verdammt gut.

Alles hat ein Anfang nur der Hund hat drei, ich lass die Blutwurst frei, ruf die Polizei, ich bin high von Liebe und Ketzterei

Die Faszination für Würste ist den meisten ja bereits bereits filmisch nahe gelegt worden:

Zwischendurch #24: Futschi trinken

Jetzt zwei Videos, beide sehr unterschiedlich, beide aus Berlin, beide erzählen vom Futschi, dem Westberliner Kneipengetränk, das inzwischen als played out Detail von Literaten benutzt wird bzw. wurde um das Geschehen authentisch in Westberlin zu verorten. Trink ich ja nicht so, aber was solls.

Wilmersdorf. Kauz, irgendwo zwischen Rüdesheimer und Heidelberger Platz. Verfolg ich seit 2013. Wie immer wenn was gut ist, kennt kaum einer. Das hat Flavour und taucht nirgendswo auf, Schade.

Wedding. Shacke1 hängt entweder Futschi trinkend in der Kneipe oder betätigt sich sportlich beim Training im Zugdepot. Der Orpheus vom Nordkreuz. Das ist eine Granate, optisch und akustisch. Das Zündet, kennt man in Nordberlin.

Weiterlesen „Zwischendurch #24: Futschi trinken“

What I want

Seit einer Woche fesselte mich eine Influenza ins Bett, sie kontrollierte meinen Körper, ließ ihn frieren, ließ ihn schwitzen. Dreiviertel des Tages lag ich in meiner selbst zusammengeschwitzen Soße, unfähig zu irgendwas, ich möchte diesen Fleischmantel verlassen. Schien es mir besser zu gehen, überschätzte ich mich und fiel am nächsten Tag sofort zurück in eine fleischklumpenartige Existenz. Ich möchte diesem kranken Körper nicht länger inne wohnen, er macht mich wahnsinnig. Nächste Woche bin ich entweder gesund, oder im Spital, also auf direktem Weg zur Verwesung. Ok, jetzt geht es mir schon viel besser.

LGoony & Crack Ignaz – Aurora

Und ich bin weiter auf meim stupid shit… Bis auf Haname ein geniales Album, sprengt ganz locker die Scheuklappen von konservativen Realkeepern, schafft normalen turn up am Freitagabend. Habe Tickets gecopt, alles gucci.