Woanders

Wenn hier nichts passiert, ich bin woanders.

Oder unterwegs. Nachts in Wien, nicht in Berlin, auch nicht im Bus ganz hinten. In einem kalten Keller in der Perinetgasse, Alt68er reden über ihr Leben in der Kommune, ihr Künstlerdasein, Kommerz, andere faschistoide Künstler, über die positive Neubesetzung des Kommunismus, darüber dass sie auch Künstler sind – den Warnhinweis „Impulsreferat“ hab ich zu spät gelesen. Das war sehr lahm, danke für den Schnaps, sonst wäre ich noch früher geflüchtet. Danach Rüdigerhof, Käsetoast und Bier. Taxi fahren ist so billig wie mobiles Netz. Weißweinschorle, vulgo: Spritzer, ebenfalls. Solang man Spritzer und nicht Schorle sagt. Sonst wirds teurer. Tage später im Schauspielhaus, oder in der Schadekgasse. Zwischendurch Besuche in der Akademie,sehr skuril dort, immerhin es gibt einen Automat mit Dosenbier. Österreich hat ein Herz für Dosenbier. Ich auch.

Advertisements

Wien III

Schadekgasse12

Woche 7, der Schnitzelzähler steht bei -987. Zu wenig für die Halbzeitbilanz. Ich erhöhe den Mehlspeisenzähler durch den Verzehr eines Palatschinkens (vulgo: Plins) auf +1. Dem Wurstkonsum verfalle ich kaum noch, er ist vermutlich im eher ungesunden zweistelligen Bereich, die Hundert möcht ich nicht erreichen. Meistgegessene Wurst ist die fettige Käsekrainer, dicht gefolgt von der stark geräucherten Waldviertler. Das Bier aus dem Waldviertel ist ungenießbar, die Wurst dagegen sehr stark im Geschmack. Aus dem Rennen verabschiedet hat sich die übernatürlich fettige Burenwurst. Diese ist nur im Notfall bzw. nur stark alkoholisiert erträglich. Frankfurter (vulgo: Wiener) habe ich nur zuhause konsumiert. Mit dem Konsum einer Blunzn erziele ich im Bereich Innereien und Blut ebenfalls +1. Dringend Aufholbedarf besteht im Sachertortenverzehr. Während die Touristen streiten obs die von Demel oder Sacher sein soll, war ich beim altrosafarbenem Konditor Aida.

 

Zwischendurch #26

Zum Sonntag Abend ein bisschen Jazz und Funk, ich sitze gerade vorm Kamin und lasse die Woche ausklingen. Es geht los mit dem großartigen Manfred Krug, den ich leider erst zu spät entdeckte. Danke an Shacke1 für den Tipp!

Namentlich stets bekannt, leider bis dato nie gehört: Hildegard Knef. Wen der Sonntagsblues packt, Weiterlesen „Zwischendurch #26“

Wien II

SOX N.C.C. am Yppenmarkt

Woche 4 bzw. Monat 1. Ich besitze endlich Internet zuhaus, ich lande trotzdem regelmäßig im Café und verlasse es meist mindestens angetrunken und stolper dann gelegentlich noch in eine Kaschemme, Beisl sagt man hier, um mich zu vergessen. Weil der Abend doch jetzt noch nicht zu Ende sein kann.

Weiterlesen „Wien II“

Wien I

Ich bin jetzt seit zwei Wochen in Wien. Da ich in der neuen Wohnung noch kein Internet habe, sitze ich momentan in einem Café, dem Café Kafka. Hier gibt es Internet, 1/8l Wein für 2€, geraucht wird massivst, um mich herum künstlerisches Klientel, viele sind allein hier, lesen und rauchen, trinken und rauchen, zeichnen und rauchen. Weiterlesen „Wien I“

Freitag vor zwei Wochen / Kirsch

16er_im_Ersten

The göd life: ein 16er Blech im Ersten, 34°, wenig später Ignaz K. und Wandl im Brut. Davor und danach Eitrige, ohne Bugl, unzählige Tschiks. Und für die Erinnerung Vinyl und a Krügerl für mich und Kirsch auf bandcamp für alle. Nichts, wirklich nichts, ist wie ein Sommer in Wien. Und jetzt Crack Ignaz, der König von die Alpen, Gwalla!

Brenk.

Der Wiener Produzent BRENK SINATRA spricht im Interview mit THE MESSAGE MAGAZINE über seine musikalische Entwicklung, die österreichische Musikszene und seine Art zu arbeiten.

Wer lieber liest, findet hier das schriftliche Interview dazu. Abschließend noch ein altes Video zum Beatfight 2011, bei dem Brenk gegen 7inch angetreten ist. Sehr amüsant auch Brenks Kommentar gegen Minute 7, ob er zum Anheizen seinem Kontrahenten noch etwas Trashtalk liefern möchte:

Ich mach kein Trashtalk, ich mach Fausttalk.